Die Pont del Diable ist die "Teufelsbrücke", ein römisches Aquädukt, das Wasser vom Fluss Francoli nach Tarraco (das antike Tarragona) brachte.
Sie gilt als eines der besterhaltensten Aquädukte und ist das größte in Katalonien. Es hat eine Länge von 217 Metern, eine maximale Höhe von 27 Metern und besteht aus zwei Etagen mit 11 Bögen unten und 25 oben. Jeder Bogen hat eine Spannweite von 6,30 Metern und eine Höhe von 5,70 Metern.
Die Pont del Diable ist seit 2000 UNESCO Weltkurlturerbe.
Gebaut wurde sie wahrscheinlich im 1. Jahrhundert nach Christus unter der Herrschaft von Kaiser Augustus. Das Aquädukt stellte bis ins Mittelalter die Wasserversorgung Tarragonas sicher.
Warum heißt sie jetzt Teufelbrücke? Folgende Geschichte wird erzählt:
„In Zeiten der Römer entschloss man sich angesichts einer großen Wasserknappheit unter der Tarragona zu leiden hatte, einen Aquädukt zu errichten. Hierzu galt es, eine tiefe Klamm mit einer Brücke zu überspannen. Doch gerade als die Brücke fertiggestellt war, kam ein mächtiger Wind auf und brachte die gesamte Konstruktion zum Einstürzen. Als der Baumeister das Unglück sah, sagte er, dass nur der Teufel hier eine Brück würde bauen können, die tausend Jahre hält. Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, erscheint auch schon der Teufel und bot an, in nur einer Nacht eine neue Brücke zu errichten, die von Dauer sein würde. Daraufhin bot ihm der Baumeister dreissig Sack Gold an um das Werk zu vollenden, doch der Teufel lehnte das Geld ab und sagte, dass er als Bezahlung nur die Seele des ersten der vom Wasser des Aquädukts tränke akzeptieren würde. So wurde es vereinbart und am nächsten Morgen stand die mächtige Brücke vollendet über der Schlucht und der Teufel erschien, um seinen vereinbarten Lohn anzuholen. Da zeigt ihm der Baumeister einen Esel, denn dieser hatte als erster vom Wasser des Aquädukts getrunken…“
Grafik: Till F. Teenck
Die Pont del Diable liegt etwas außerhalb Tarragonas nahe der Kreuzung von AP 7 und N240.
DerZugang zum Aquädukt erfolgt durch das heute verlassene Anwesen der Geschwister Rafael und Maria Puig i Valls, die hier Ende des 19. und Anfang des 20 Jahrhunderts lebten. Das modernistische Gebäude auf dem Weg zur Pont del Diable ist die Casa del Guarda, also das Haus des Aufsehers, das zwischen 2001 und 2003 renoviert wurde.
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