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Castells - der Film

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Wenn Sie hier regelmäßig lesen, dann wissen Sie bereits, daß ich ein großer Fan von Castells, den katalanischen Menschentürmen, bin. 

Gereon Wetzel hat einen wundervollen Dokumentarfilm über Castells gedreht, den Sie unbedingt kennnen sollten, wenn Sie bereits ebenfalls ein Fan sind oder mehr über diese katalanische Tradition erfahren wollen. 

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Der Film begleitet die Colla Joves Xiquets de Vall, u.a. beim Concurs und zu Santa Ursula.

Er geht dabei respektvoll vor, verzichtet auf Erklärungen, Beschreibungen oder gar Wertungen, beobachtet stattdessen die Castellers  bei ihren Auftritten, Proben, bei ihren Vorstandssitzungen und beim Waschen der Hemden und läßt sie für sich selber sprechen. Ein wirklich einfühsames Porträt.

Nicht nur ich bin von dem Film restlos begeistert.

2006 erhielt er den Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks und der Telepool.

Der Spiegel schreibt über ihn:

“Gereon Wetzel entfaltet in seinem Film seinen wunderbar liebevollen Bilderbogen über das Zusammenspiel von Irrsinn und
Heimat, nicht eine Minute zu lang.”

Neugierig?

Hier ist der Trailer:

 

Immer noch neugierig? HIer gibt's den Flyer zum Film und zum Produzenten.

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Wenn Sie den Film im Fernsehen verpaßt haben (zuletzt lief er im März 2008 auf einsfestival) , können Sie ihn bei DocCollection zum Preis von derzeit 14,90 € zzgl. Porto bestellen.

"In Katalonien gibt es eine alte Tradition: Castells, Türme, die aus Menschen gebildet werden. Mit bis zu zehn Meter hohen Kolossen treten die einzelnen Turmbaugruppen auf den Marktplätzen der Region gegeneinander an.
Die Kleinstadt Valls, nördlich von Tarragona gelegen, ist die Wiege der Casteller, so behaupten es jedenfalls die Einwohner, und so versuchen es die beiden hier beheimateten Vereine ‘Colla joves’ und "Colla Vella" mit herausragenden Leistungen immer wieder zu beweisen.

Vom Beginn dieser Tradition vor etwa 200 Jahren bis heute gehören die beiden Gruppen zu den Top-Vier unter den Turmbauern und Valls zu einer Art Epizentrum dieser Bewegung, die mal mehr, mal weniger politisch, dann wieder sportlich und vom Wettbewerb getrieben, aber immer von großer gesellschaftlicher Bedeutung für die Einwohner war. Casteller zu sein bedeutet nicht nur, auf Türme zu steigen, es bedeutet vor allem die Bereitschaft, seinen Platz in einem allumfassenden Vereinsleben zu belegen und einen hohen Grad an Einsatz für eine abstrakte Idee zu bringen - sei es die eines Turms oder die eines Gemeinsinns. Ganze Familien sind so schon im Laufe der Zeit, angefangen als Kleinkinder in der Spitze, den Turm hinunter bis in die Basis gewandert. ‘Diese Familien schlagen ihre Wurzeln nach unten und nur das hält die Colla am Leben’, sagt Jordi, heute siebzig, der selbst einmal die Turmspitze bildete. Eine ganze Saison begleitet der Film die ‘Colla Jove’ durch das zähe Ringen nach den richtigen Entscheidungen und die vielen Konflikte vor und während der Wettbewerbe.

Als ein fünfjähriges Mädchen seinen Dienst verweigert, gerät die ganze Colla in Schieflage, geplante Türme müssen umdisponiert werden und der Kindertrainer steht in der Kritik. Die Niederlage beim wichtigen Derby gegen den Stadtrivalen scheint vorprogrammiert.

Der Film ‘Castells’ wurde beim Dokfest München 2006 mit dem Hauptpreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: ‘ ‘Castells’ ist ein seltener und fesselnder Film über ein Ritual in einer Kleinstadt in Katalonien, menschliche Türme zu bauen. Es ist eine universelle Geschichte über eine Gemeinschaft mit einer starken Basis und der Zukunft an der Spitze. Die Filmemacher erschaffen ein wunderbar gebautes Bild einer Gruppe, die auf dem Weg zu einem gemeinsamen Ziel ist. Durch den Erzählstil des Filmes werden wir Teil dieses Prozesses, wir erleben die Ambivalenz, mal teilen wir die gleichen Gefühle, mal sind wir entfernt aus persönlicher Furcht. Die Geschichte ist richtiges Kino im besten, professionellen Sinne, mit einem aufregenden Plot, ausgezeichneter Kamera, Schnitt und Ton. Die Jury beschloss einstimmig, diesen Film als herausragendes, positives Beispiel für das kreative Dokumentarfilm-Machen auszuzeichnen."
 

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